Beauty · DIY Kosmetik · Hautpflege

DIY Naturkosmetik: Okklusionscreme mit 2% Vitamin E

Hallo ihr Lieben!

Ich habe mir vor ein paar Wochen eine Okklusionscreme für besonders trockene Stellen gemischt. Ich benutze sie abends öfter mal unter meinen Augen, die manchmal durch den Sonnenschutz etwas gereizt und trocken werden. Darunter verwende ich ein Hyaluronsäureserum um meiner Haut das Maximum an Feuchtigkeit zuzuführen.

Kurzer Exkurs: Mineral- und Silikonöle, meine Meinung

Obwohl das ja eigentlich nicht richtig ist, denn die beste Okklusion erhält man mit Mineralölen. Da sind wir auch schon bei einem heiklen Thema: Mineral- und Silikonöle. Ich halte beide Arten von Ölen für sehr potent, da sie eine wirklich gute Barriere bilden und so geschädigte Haut schützen können. Außerdem bewahren sie die Haut vor dem Austrocknen und sind hypoallergen (vorausgesetzt sie wurden nicht verunreinigt natürlich). Trotzdem benutze ich sie kaum in meiner täglichen Routine und will meinen Gebrauch noch weiter reduzieren, da sie einfach nicht besonders umweltverträglich sind und ich sie nicht unbedingt brauche. Meine Haut ist weitestgehend intakt und nicht extrem feuchtigkeitsarm, also kann ich genauso gut auf pflanzliche Öle zurückgreifen. Aber auch ich benutze, wenn ich schwer mit meinen Händen arbeite, Mineralöl-haltige Hautschutzsalben, weil pflanzliche Öle den Schutz leider nicht so gut gewährleisten. Zum Pflegen nach der Arbeit benutze ich dann aber wieder Cremes mit meinen geliebten pflanzlichen Fetten.

Nun aber zu meiner Okklusionscreme:

Die Zutaten

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für 30g Creme braucht man:

  • 15g Sheabutter (50%) – zur Okklusion
  • 14,4g Jojobaöl (48%) – Basisöl
  • 0,6g Tocopherol (Vitamin E, 2%) – Antioxidans

Die Vorbereitung

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Wie immer habe ich Besteck zum Entnehmen der Rohstoffe, den Stabmixeraufsatz und das Marmeladenglas, in dem ich mixen wollte, erst einmal ausgekocht. Die Tube, in die ich die Creme abfüllen wollte habe ich in Alkohol eingelegt und meine Arbeitsfläche und die Feinwaage desinfiziert. Hände desinfiziert, Handschuhe angezogen und Rohstoffe abgemessen.

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Das Rezept

Zuerst habe ich die Sheabutter in lauwarmen Wasser geschmolzen und dann das Jojobaöl hinzugegeben und beides gut vermischt. Dann habe ich das Marmeladenglas für eine halbe Stunde bis Stunde in den Kühlschrank gestellt. Als die Sheabutter wieder fest war, habe ich die Creme mit dem Stabmixer geschlagen, bis eine sahnige Konsistenz entstanden ist. Dann habe ich vorsichtig das Vitamin E untergerührt und die Creme in die Tube gefüllt (Achtung: Die Konsistenz wird wieder härter!).

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Die Konsistenz

Ich habe das Nachhärten der „Sahne“ deutlich unterschätzt, denn sie lässt sich nur sehr schwer aus der Tube drücken, welche übrigens nicht optimal als Behältnis ist, da immer noch sehr viel Luft an das Vitamin E kommt und es oxidiert. Der Vorteil der Creme ist definitiv, dass sie nicht konserviert ist und auch bei Raumtemperatur gelagert werden kann, da sie kein Wasser enthält. Sie schmilzt schnell auf der Haut und lässt sich dann wie ein Hautöl einarbeiten. Ich finde, für eine Fettcreme zieht sie erstaunlich gut ein. Manko ist aber wie immer, dass unraffinierte Sheabutter stinkt und da sie hier einen großen Teil ausmacht, bleibt der Geruch auch etwas länger (nach 20min. rieche ich nichts mehr).

Die (subjektive) Wirkung

Ich bin wirklich sehr zufrieden, da die Creme genau das tut, was sie soll: Die Haut vor Feuchtigkeitsverlust schützen. Sie legt sich als zarter schützender Film um meine Haut und lässt sie geschmeidig werden. Wunder vollbringt sie trotzdem keine. In Zukunft würde ich aber doch noch mehr Jojobaöl verwenden.

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Was ist euer Schatz in Sachen Okklusion?

Habt einen schönen Tag!

Eure Leela

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15 Kommentare zu „DIY Naturkosmetik: Okklusionscreme mit 2% Vitamin E

  1. Ach wie großartig ❤ Ein Blog in den sogar in den Kommentaren Pubmed verlinkt wird!
    So bin ich vor einer Weile auch auf Niacinamide gestoßen, als ich Neurodermitis-Studien gelesen habe, und Paper über trockene Haut.

    Ich benutze zur Okklusion zur Zeit eine Creme von Paulas Choice, aber das ist ja das reinste Silikonmonster. Abgesehen davon finde ich sie ganz toll. Die Haut ist weich, ich bekomme keine Pickel… Jetzt ist sie bald leer und ich suche händeringend nach einer Alternative.
    Ich glaube sowas wie Brustwarzensalbe wäre ber zu fettig für meine Haut… Ich bin unfähig nur eine kleine Menge davon auf meinem kompletten Gesicht zu verteilen.

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    1. Danke, dass du meine Posts liest und kommentierst! Ich bin wirklich ein großer Niacinamid-Fan, besonders da es im Gegensatz zu Säuren und Retinol in der Regel keine Nebenwirkungen hat. Das viele Silikon bei Paulas Choice stört mich auch, ich mag das Gefühl auf der Haut einfach nicht. Reine Fettsalben sind für mein gesamtes Gesicht auch nichts, deshalb verwende ich sie nur punktuell oder mische sie in Feuchtigkeitscremes. Du könntest mal versuchen eine Fettcreme auf das angefeuchtete Gesicht aufzutragen, so lässt sie sich besser verteilen.
      Liebe Grüße

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    2. Fett und Feuchte hatte ich letztens schon. Ich habe ein tolles Rosenwasser. Leider ist in vielen „fettigen“ Cremes, die ich wegen meiner Ekzeme hier habe, Kokosöl enthalten, und davon bekomme ich Hautunreinheiten.

      Anfangs mochte ich dieses schmierige Silikongefühl auch nicht, aber mittlerweile komme ich gut damit klar. Eigentlich WILL ich keine Produkte mit Silikonen mehr benutzen, bei PC bin ich damals einfch dem Hype erlegen… Aber ich schaue einfach mal durch mein Cremeregal, was ich so finde 😉 Sonst muss ich tatsächlich selber rühren.

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      1. Kokosöl mag ich auch lieber am Körper oder den Lippen, aber nicht so sehr im Gesicht, dafür pflegt es mir auch zu wenig.
        Du könntest natürlich Mineralöl nehmen, aber da stört mich der Umweltfaktor und ich habe es lieber, wenn die Fette tief in die Haut einziehen.
        Liebe Grüße

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    3. Mit Mineralöl komme ich noch weniger Zurecht 😉
      Tatsächlich haben Cremes mit Mineralöl meine Ekzeme immer verschlimmert.
      Ich schaue mal… ^^ Ich habe ja dein Blog auch noch gar nicht ganz gelesen, vielleicht findet ich noch was kluges 😉

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  2. Ich bin leider zu faul zum selber rühren, derzeit ist mein Heiliger Gral in Sachen Okklussion Brustwarzensalbe. Das enthaltene Lanolin schließt Feuchtigkeit noch etwas besser ein als Sheabutter und Jojobaöl. Du nutzt ja auch Niacinamide und da hat eine Studie gezeigt, dass diese ab 2% auch schon effektiver feuchtigkeit speichern kann als Mineralöl (zum nachlesen: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15807725 ).
    Liebe Grüße

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    1. Das klingt ja super interessant, die Studie muss ich mir unbedingt die Tage mal genauer angucken, bin ja ein riesen Niacinamid -Fan! Ja, Lanolin wirkt super okklusiv, werde mich irgendwann auch mal an veganen Ersatz dafür herantrauen. Brutstwarzensalbe kann ein echter Retter sein.Liebe Grüße!

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