Beauty · Hautpflege

Schlaumeierleela: Hautaufbau Teil 2: Die Epidermis

Hallo ihr Lieben!

Hier kommt Teil 2 über den Hautaufbau. In Teil 1 ging es um die Unterhaut und die Dermis. Heute geht es um die Epidermis, die Oberhaut, also das, was wir sehen und pflegen.

Die Epidermis

Ich finde, dass das mal ein wirklich guter Name ist: Epi = über und Dermis haben wir in Teil 1 geklärt. Dermis und Epidermis werden durch eine Basalmembran voneinander getrennt. Sie bildet sozusagen den „Anker“ für die Oberhaut. Oft meint man auch nur die Epidermis, wenn von „Haut“ gesprochen wird. Sie ist nicht durchblutet, sondern wird durch Diffusion aus den Gefäßen der Dermis miternährt.

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Bei der Epidermis handelt es sich um ein mehrschichtig verhorntes Plattenepithel. Als ich das das erste Mal gehört habe, stand nur ein riesengroßes Fragezeichen auf meinem Kopf. Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Mehrschichtig heißt hier mehrere Lagen von Zellen übereinander; verhornt, dass eine Hornschicht ausgebildet wird und Plattenepithel, dass die oberste Zellschicht platt ist. Ein Epithel ist eine Gewebeart, bei der viele Zellen sehr eng beieinander sitzen, man findet kaum Substanz zwischen den Zellen. Es kann z.B. eine Filter-, Transport-, Resorptions- oder, wie bei der Haut, Barrierefunkion haben.

Die Welt wäre zu einfach, wenn man die Epidermis nicht auch noch einmal in 5 Schichten unterteilen könnte:

  • Basalschicht (Stratum basale)
  • Stachelzellschicht (Stratum spinosum)
  • Körnerschicht (Stratum granulosum)
  • Glanzschicht (Stratum lucidum)
  • Hornschicht (Stratum corneum)

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Die Schichtung kommt dadurch zu Stande, dass auf der Basalmembran Stammzellen sitzen (Stratum basale) und sich munter teilen. Eine Tochterzelle bleibt auf der Membran sitzen, die andere wird hochgeschoben. Dadurch, dass unsere Haut dauernd mechanisch belastet ist durch Anfassen, Kleidung, Kratzen usw. werden die Zellen je höher sie kommen immer platter, bis sie irgendwann zur Hornschicht werden. Außerdem werden sie, je weiter weg sie von der Dermis sind, immer schlechter ernährt, also sterben sie irgendwann ab. Bis unsere Oberhaut eine komplett neue ist, dauert es übrigens ungefähr 4 Wochen (das erklärt auch den vielen Hausstaub, der sich in kurzer Zeit überall sammelt). Das ist auch der Grund, warum Sommerbräune nach ca. 4 Wochen weg ist oder Haut sich nach dem Wechseln von Produkten oder Ernährungsumstellung erst dann sichtbar bessert.

Stratum basale und spinosum

Hier haben wir die teilungsaktiven Keratinozyten (so heißen die Zellen der Epiderms), die sich mit sog. Tight-junctions aneinander festhalten und die Räume zwischen den Zellen dicht machen. So kommen keine Schadstoffe in den Körper und die Feuchtigkeit, bzw. die Nährstoffe nicht aus dem Körper.

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Stratum granulosum und lucidum

Hier wandeln sich die teilungsfähigen Keratinozyten in teilungsunfähige Korneozyten um, d.h. sie verhornen immer mehr dadurch, dass sie bestimmte Stoffe produzieren.

Stratum corneum

Hier haben wir tote Zellen, die zum Großteil aus Keratin (ein Protein) bestehen. Ihre Dicke ist stark von der mechanischen Belastung abhängig. Mit „Hornhaut“ ist ein verdicktes Stratum corneum gemeint. Die Hornschicht ist sehr wichtig für die Barrierefunktion der Haut, für sie ist auch der Talg (auch Sebum genannt) wichtig, um sie geschmeidig zu halten und die gesamte Haut vor Austrocknung zu bewahren. Die meisten Inhaltsstoffe in Cremes schaffen es nicht über diese Schicht hinaus und pflegen hauptsächlich diese. Wenn wir uns peelen, dann tragen wir Teile dieser Schicht ab, die aber stärker nachwächst, wenn wir das zu oft machen.

Das war’s auch schon wieder, hoffentlich gefällt euch Teil 2 meines Hautaufbau-Beitrags.

Eure Leela

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Ein Kommentar zu „Schlaumeierleela: Hautaufbau Teil 2: Die Epidermis

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