Beauty · Hautpflege

Schlaumeierleela: Hautaufbau Teil 1 – Subcutis und Dermis

Im Prinzip finde ich es super, dass man versucht über das Thema Hautpflege wissenschaftlicher zu sprechen, aber ich finde es oftmals schwer ohne gewisse Vorkenntnisse bei der ganzen Diskussion mitzukommen, bzw. das ein oder andere selber zu überprüfen. Versteht mich nicht falsch, meistens habe ich keine Lust lange Studien zu lesen und zu analysieren, ich finde es dennoch ganz hilfreich ein paar Werkzeuge zur Hand zu haben, um zumindest abschätzen zu können, wie wahrscheinlich etwas ist, das auf Blogs gepostet wird. Wenn ihr euch die Mühe machen wollt, Studien zu lesen, dann könnt ihr diese sehr gut über PubMed suchen, da ist so ziemlich alles von internationaler Relevanz, was medizinisch publiziert wird.

In diesem Beitrag soll es um den mikroskopischen Aufbau unserer Haut gehen, da ich immer öfter Begriffe wie „Stratum corneum“, „Unterhautfettgewebe“ oder „Talgdrüsen“ lese. Ich möchte versuchen, euch die Möglichkeit zu geben diese Begriffe in einen Zusammenhang zu bringen.

Aufteilung der Haut

Grob kann man in Haut (Cutis) und Unterhaut (Subcutis) unterscheiden.

Die Haut ist dabei das fest elastische, was wir sehen, während die Unterhaut zum Großteil aus Fett besteht.

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Der Muskel sorgt übrigens für Gänsehaut

Die Subkutis

In dem Fett verlaufen Gefäße, Nerven (auch größere) und man findet darin Lymphknoten. Wenn von „Unterhautfettgewebe“ die Rede ist, dann ist genau das Fett in der Unterhaut gemeint. Das ist an manchen Stellen sehr stark (das altbekannte „Hüftgold“) und an anderen Stellen wie Lid, Eichel oder Klitoris gar nicht bis kaum vorhanden. Hier speichern vor allem Frauen ihre Fettreserven. Die Subcutis dient uns also u.a. als Energiespeicher. Oft ist u.a. sie gemeint, wenn man von „Bindegewebe“ spricht.

Die Cutis

Unsere eigentliche Haut lässt sich nochmal in zwei gröbere Abschnitte unterteilen: Die Oberhaut (Epidermis) und die Lederhaut (Dermis).

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Die Dermis

Sie besteht aus viel Bindegewebe, das kleinere Gefäße und Nerven enthält. In ihr finden wir auch unsere Haarfollikel und Talgdrüsen, die meistens haarassoziiert sind, es aber nicht sein müssen. Außerdem enthält sie Schweiß- und an bestimmten Stellen auch Duftdrüsen. Histologisch (Histologie = Lehre von Geweben) unterscheidet man noch einmal zwei Schichten, aber ich denke, das führt jetzt zu weit.

Die Dermis besteht zum Großteil aus Kollagen (davon gibt es zig verschiedene Untertypen), was sie recht fest und derb macht. Zwischen den Kollagenfasern sind elastische Fasern gespannt, sie machen unsere Haut dehnbar. Man kann sich das so vorstellen, dass die elastischen Fasern ein Netz aus Gummibändern sind, das harte Bestandteile miteinander verbindet. Wenn man das Netz jetzt dehnt, begrenzen die harten Bestandteile die Ausdehnungsfähigkeit der Gummibänder. Das ermöglicht ein Speichern der Rückstellkräfte. Wenn man die Haut loslässt, geht sie in die ursprüngliche Position zurück. Außerdem ist die Dermis mit der Oberhaut verzapft (damit die beiden nicht von einander abdriften, wie es bei Blasenbildung der Fall ist) und enthält Fresszellen (Gewebsmakrophagen) zur Abwehr von ungebetenen Gästen.

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Die Lederhaut am Auge hat übrigens nichts mit der Dermis zu tun.

In Teil 2 wird es dann um die Epidermis gehen.

Ich hoffe, ich konnte euch die Haut etwas näher bringen.

Eure Leela

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2 Kommentare zu „Schlaumeierleela: Hautaufbau Teil 1 – Subcutis und Dermis

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